Kartoffelklöße

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Kloß oder Knödel?

  • Die große Frage vorweg: Was ist der Unterschied zwischen Kloß und Knödel?
  • Na??????????????

Keiner! Es ist Sache der Region, wie man die runden Bällchen aus Teigen aller Art nennt. Auf jeden Fall nicht Klops, denn die Klopse sind den Fleischbällchen vorbehalten. Und NIE „Pfanni“ … oder „Maggi“ oder „Werner“, die „bröseln“ zwar nicht, aber: das Wasser auf Pulver gießen ist den Kochbanausen vorbehalten – nicht authentisch, fad und teuer!

Als ich Thüringer Klöße kennen lernte, war ich ganz erstaunt, dass man  rheinischen Reibekuchenteig auch kochen kann. Gefüllt, mit in Öl gerösteten Brotstückchen, schmeckte mir die regionale Spezialtität auf Anhieb.

Klöße aller Art haben den gewaltigen Vorteil: Man kann die Herstellung fast komplett in Zusammenarbeit mit den kleinen Kindern organisieren. (Mal abgesehen vom Kartoffelschälen.)

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Und sie schmecken!!!! Ich würde fast behaupten, dass meine Tagespflegekinder lieber Klöße und Knödel als Nudeln essen. Das will was heißen!

  • Andere Namen für Klöße aus rohen Kartoffeln: Grüne Klöße, Rohe Klöße, im Vogtland nennt man sie  Griegeniffte, Griene Glees, Grügeniffte, in Bayern heißen sie Reiberknödel, in Franken, Gniedla oder Glees und in Österreich schlicht Erdäpfelknödel. Der Namen gibts  noch viele, denn sie sind so lecker, dass sie in vielen Traditonsküchen Einzug gehalten haben.

Der Rheinische Reibekuchen

  • In Krefeld (also Rheinland) werden sie platt gedrückt, in viel billigem Fett gebraten und mit Zucker, Apfelmus oder Rübenkraut zu gebuttertem Schwarzbrot verspeist: Reibekuchen. Aufgrund des hohen Gehalts an hocherhitzbaren Fetten finde ich Rievkoche für die KiTa-Kinder nicht geeignet.

„Thüringer“ Kloß à la Rheinland

Für meine kleinen Gäste wollte ich eine vereinfachte Variante – eben ohne die Brotstückchen – auf den Tisch bringen. Der pfiffige Kloß mit Füllung verführt nur zu Experimenten auf dem Teller.

Wichtig ist die zeitnahe Verarbeitung von geriebenen Kartoffeln, da der Teig schnell braun und sogar schwarz wird. Dafür zuständig ist eine biochemische Oxidation des in der Kartoffel enthaltene Eisen (genauer müsste man Metallprotein sagen, aber das wird zu kompliziert). Es reagiert in Beisein von Wasser und Sauerstoff und „rostet“, vereinfacht gesagt.

Damit der Teig nicht braun wird

Meist werden schwefelige  Salze gegen die Oxidation in Einsatz gebracht, die man an der E-Nummer erkennt (E 220 bis 228). Ganz harmlos steht auf der Verpackung dann Natriumsulfit oder Kalziumsulfit und schon denkt jeder Laie: Aha, irgendwas salziges. Bei Kleinkindern rate ich, auf schweflige Salze zu verzichten. Die alternative Heilkunde warnt vor allergischen Reaktionen und es steht unter Verdacht,  Hyperaktivität zu fördern.

Beliebt ist auch Ascorbinsäure, synthetisch hergestelltes Vitamin C, die man in der Apotheke kaufen kann.

Natürliche Anti-Oxidationsmittel sind Zitronensaft, Essig und gesäuerte Milch wie z.B. Joghurt. In geringen Mengen der Kartoffelmasse zugefügt, schmeckt man sie später auch nicht raus.

Ich entscheide michh für die natürliche Variante, da ich isolierten Substanzen in der Ernährung ablehne.

  • Grundsätzlich heißt es aber: zügig arbeiten!

Das Rezept

1 1/2 kg Kartoffeln – es müssen unbedingt MEHLIG kochende Kartoffeln sein – werden geschält, fein gerieben und in einer Schüssel für ca. 10 Minuten beiseite gestellt. Jetzt setzt sich das Wasser aus der Kartoffel ab. Die Masse wird in ein, mit einem ausgekochten Baumwolltuch ausgeschlagenes, Sieb gegossen ausgedrückt und kräftig ausgewrungen.

1 Ei kann, muss aber nicht hinzu gegeben werden. Die Klößchen halten dann besser.

Meersalz und, wer will,

1 fein geriebene Zwiebel einrühren und den Teig schnell zu kleinen Kugeln (Flummigröße) formen.

Salzwasser in einem Topf zum kochen bringen. Klöße hinein geben und warten, bis sie an die Wasseroberfläche steigen. Fertig!

Diesmal gab es dazu Gulasch vom Rind&Schwein mit Zwiebel, Silberzwiebeln, Paprika und vieeeeeel Knoblauch – ganz weich…..

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